Street-Art ist eine zeitgenössische Form der Kunst im öffentlichen Raum, auch - aber nicht zwangsläufig - mit gesellschaftskritischer Aussage und jugendkultureller Ausdrucksform.
Die Künstler bedienen sich verschiedenster Medien (Marker, Pinsel und Malerrollen, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.), um ihre Werke zu präsentieren. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, doch auch Stromkästen, Laternen, Verkehrsschilder, Telefonzellen, Mülleimer, Ampeln und andere Stadtmöbel, sowie Bürgersteige und Straßen an sich und sogar Bäume - im Prinzip alle erdenklichen Untergründe - werden gestaltet.
Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf anarchistische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten, sowie einen künstlerischen Gegenpol zur omnipräsenten Werbung oder Gentrifizierung zu schaffen. Teils wendet sich Street-Art inhaltlich gegen Konsumismus, Kapitalismus und Öffentliche Ordnung oder kann, wie auch Graffiti in der Hip-Hop-Kultur, gestalterischer Ausdruck einer Jugendkultur sein. Die meisten Künstler verzichten jedoch auf eine konkrete Botschaft - „the medium is the message“.
Obwohl auch legale Auftragsarbeiten entstehen, sind die meisten Werke illegal angebracht, weshalb es den meisten Künstlern ein Anliegen ist, anonym zu bleiben - oft kennen sich Mitglieder der Szene nur unter ihrem auf der Straße verwendeten Pseudonym.
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