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Heike Wielands Ölpastell-Zeichnungen verbinden Überfluss und Pracht mit Eros und sexueller Begierde. Dabei stellen sich beim Betrachten der Bilder nahezu konträre Empfindungen, wie Ironie und Tragik, Lust und Ekel, Lachen und Angst ein.
Das Neben- und Ineinander von kompositorischer Fülle und starker Farbigkeit neben zumeist dunklen, nur angedeuteten und kaum einsehbaren Hinter- oder Untergründen, evoziert rätselhafte Ebenen innerhalb des rein Sichtbaren.
Die Künstlerin experimentiert mit den Elementen des Stilllebens und kombiniert menschliche Leiber, Organe und Geschlechtliches in fast arcimboldesker Manier mit floralen und vegetabilen Motiven sowie frei assoziierten Gegenständen wie Schmuck, Kristall oder Stoff. Aber auch traditionelle Vanitassymbole wie Abgestorbenes, tierische oder menschliche Schädel verweisen auf das Chiffren-Repertoire manieristischer oder barocker Malerei, das nun in einen zeitgenössischen und zugleich persönlichen Kontext variiert wird. So streichelt im Gemälde „The heart“ eine Hand ein schwebendes menschliches Herz im Bildzentrum, während links davon hinter einer erregten Vagina eine weiße Lilie hervor glänzt. Aus dem Arrangement eines Granatapfels mit Tulpe, Hand, Pflaumen und Stoffen wird die schwüle, ja geradezu opiumgeschwängerte Stimmung eines Serails erzeugt.
Die intensive Farbigkeit, der Wegfall von Perspektive und Proportion verleiht den Dingen eine unmittelbare Präsenz. Gleichzeitig inszeniert die Künstlerin bei größtmöglicher Gegenständlichkeit ein subtiles Spiel von Irritationen. So erscheinen Totenköpfe in schimmerndem Gold, das scharfkantige Blattwerk einer Pflanze gewinnt durch hellgraugrüne Schattierungen eine kristalline Struktur und könnte auch Teil einer seltsam anmutenden gläsernen Skulptur sein
Homepage von Heike Wieland: www.ratfisch.com
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